Start Buch

BELLA ITALIA – Erlebnisse eines Auswanderers

Mit 21 wagte ich den grossen Schritt, besorgte mir die nötigen Papiere, packte mein Hab und Gut in einen kleinen Mietbus und fuhr los. Meine Eltern halfen mir beim Umzug in das Haus meines Vaters und unterstützten mich in allen Belangen.
Zwei Wochen nach unserer Ankunft reisten meine Eltern wieder nach Hause in die Schweiz und für mich begann das „Abenteuer Italien“. Ich wohnte alleine in einem Haus in Bella Italia. Nun, eigentlich hatte das Abenteuer bereits auf dem Konsulat in Basel begonnen, denn das Besorgen der Papiere war schon ein Spiessrutenlauf gewesen. Doch ich hatte mich nicht entmutigen lassen, war voller Vorfreude und Tatendrang und hatte keine Ahnung, dass der ganze Affenzirkus im Konsulat nur ein kleiner Vorgeschmack auf das Leben in Italien gewesen war. All die Dinge die mir damals noch bevor standen würde ich wahrscheinlich nicht glauben, wenn ich sie nicht selber erlebt hätte. All die zwielichtigen Vorstellungsgespräche, die betrügerischen Arbeitgeber, die Behandlung als Kunde bei der Post, Arztbesuche, den unglaublichen „Sehtest“, die Kämpfe mit der Telefongesellschaft und die Erkenntniss dass ich nicht genug Italienerin war, als dass ich mich hätte anpassen können.
2 Jahre lang habe ich in Italien gewohnt, viel erlebt und viel ertragen. Nach 2 Jahren bin ich vollkommen pleite wieder nach Hause zurück gekehrt, wohnte in meinem alten Kinderzimmer im Haus meiner Eltern und fing nochmals ganz von vorne an.
Ich bereue diesen Schritt überhaupt nicht. Es war eine sehr lehrreiche Erfahrung, die ich nun mit meinem Buch mit vielen anderen teilen möchte.
Was ich einem Auswanderer raten würde? Sei auf alles gefasst – vor allem auf das Unfassbare!